HAPPY HOUR
mit Gaines
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Diese
Stunde, in der ich mich gerade befinde, ist nicht unbedingt happy. Gestresst
ja, aber happy nicht. Ich bin gerade wieder mal zum Zug gerannt, nachdem ich
mich den ganzen morgen hetzen musste, zu wenig Kaffee in mich schütten konnte
und die Hälfte meines Frühstücks unaufgegessen im Kühlschrank hinterlassen
habe. Aber vielleicht kommt bald eine nette Frau oder Mann mit dem
Kaffee-Wägelchen und hilft mir wieder auf den Sprung - wenn nicht unbedingt
happy zu werden -wenigstens mehr bei mir zu sein! Ja, meine Lieben, ich gebe es zu: ich
bin ein Gemütsmensch. Ich mag es, erst eine halbe Stunde im Bett mit meiner
ersten Tasse Kaffee zu verbringen während ich eine von den Hausfrauen-Serien
im Fernsehen schaue. Mich dann langsam ins Bad zu begeben, ein heißes Bad mit
Kerzen und einem Buch (und noch ein wenig Kaffee) zu nehmen und mich
anschließend ausgiebig pflegen. Dann kommt erst das Frühstück und ich gehe zum
Schreibtisch, in die Tanzschule oder ins Sportstudio, je nach dem welche
Arbeit gerade ansteht. |
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Wie gesagt, dieser Tag fing
nicht so an. Und in der nächsten Zeit wird das öfter der Fall sein, dass ich
wie ein „normaler“ Mensch anfangen muß, denn es steht eine Menge Arbeit - und
vor allem eine Menge Reisen deswegen - an. Guckt einfach kurz auf der
Terminseite, dann seht ihr was ich meine! Zwischen Anfang Dezember und Weihnachten werde ich
insgesamt 5 Tage zu Hause verbringen. Als mir das klar wurde, musste ich
feststellen, dass dekorieren dieses Jahr wenig Sinn hat. Und ich muss noch etwas
zugeben: Ich liebe es für Weihnachten schön zu dekorieren und zu schmücken.
(Ja, die Amis haben schon einen Tick zum Kitsch) Also, es hat mich schon ein
wenig traurig gemacht als ich das feststellen musste. Aber - nicht dass Ihr denkt ich wäre
jetzt nur unglücklich - im Gegenteil! Die Arbeit, obwohl viel, macht mir
große Freude. „Silk Stockings“ läuft bombastisch in Nürnberg, Ich werde jetzt
im Dezember wieder das wunderschöne Musical „Grand Hotel“ in Osnabrück
spielen und in Wien fange ich an mit der Choreografiearbeit für „Cabaret der
Verlorenen Seelen“. (Das viele Reisen habe ich doch schon erwähnt, oder?) Ich
freue mich riesig auf das letzte Stück, und vor allem darauf zum ersten Mal
seit langer Zeit wieder als Choreograf tätig zu sein. Ich habe etliche
Choreografien in Washington DC damals erarbeitet, aber seitdem kaum. Zugegeben:
die kreative Arbeit hinter den Kulissen bereitet mir auch eine Freude und
Zufriedenheit fast genauso wie selbst auf der Bühne zu stehen. Heute, später Zuhause, nachdem ich meinen
Koffer für die morgige Reise umgepackt habe und die anderen Sachen, die man
machen muss um wieder 10 Tage fort zu sein, erledigt habe werde ich mir wohl
eine kurze Happy Hour erlauben. Vielleicht sogar mit ein bisschen Christmas Musik
im Hintergrund (Barbra Streisand hat in den 60ger Jahren ein Weihnachtsalbum
gemacht - die gute Jüdin - worauf die allerbeste Fassung von „Jingle Bells“
die es überhaupt gibt drauf ist. Das MÜSST Ihr hören)! Und nachdem ich mir
dann überlegt habe, wie schnell die Zeit vergangen ist seitdem ich bei
unseren letzten Happy Hour über den Herbst ausführlich geschrieben habe, werde ich nach
vorn schauen. Und ich gebe es noch was zu: das tue ich
gerne. Denn es kommen eine Menge neue Projekte in der nächsten Zeit auf mich
zu und ich werde mich freuen, Euch immer wieder dabei zu haben! Aber zunächst wünsche ich Euch ein
gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten, erfolgreichen Rutsch ins neue
Jahr. Danke für all die schönen Shows und Ereignisse, die wir im letzten Jahr
zusammen erleben konnten und für eure tolle Unterstützung. Und vergesst nicht: jede Hour kann eine
Happy Hour sein. Man muss sich dafür entscheiden und es einfach machen! Viel
Glück und Prost! |
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Euer
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